something familiar

Vier Nächte auf demselben Platz, das hatten wir den Urlaub nie. Es war gut, sich Zeit für Helsinki genommen zu haben, aber jetzt wollen wir weiter. Der Kocher allerdings mag bei dem Wind nicht so recht in die Gänge kommen und so verzögert sich das Frühstück etwas. Auch haben wir uns doch im Vorzelt eingerichtet die Tage. So dauert es ein wenig bis alles wieder verstaut ist und wir losfahren können. Auch ein paar Besorgungen stehen noch an, so will etwa das Hundefutter aufgefrischt werden. Es ist bereits Nachmittag als wir dann unser nächstes Ziel Turku ansteuern. Wir wagen es einfach direkt mit dem Auto in die Stadt zu fahren und finden auch prompt einen Parkplatz an der Domkirche. Hier empfängt uns eindrucksvoll Herr Per Brahe, der Gründer der gleich bei dem Dom gelegenen Universität.

Statur von Per Brahe

Statue von Per Brahe

Mikael Olavi Agricola hingegen steht etwas abseits, fast schon unscheinbar am Rand des Doms. Er ist nicht gerade dekorativ von einem Baustellenzaun umgeben. Dabei war er der finnische Reformator und seine Bibelübersetzung das erste gedruckte Buch auf finnischer Sprache.

der finnische Reformator Agricola

der finnische Reformator Agricola

Dann treten wir ein. In diesem aus dem Mittelalter stammenden Dom umgibt einen sofort etwas Vertrautes – ein Sakralbau wie man ihn kennt. Kein Klassizismus, kein Holz, sondern hoch gemauerte Steine, sogar das ein oder andere bunte Glasfenster. Mit einem gut gestalteten Infoflyer ausgestattet, machen wir uns auf die Erkundung des Gebäudes.

Dom von innen

Dom von innen (Hauptchor)

Der Raum erzählt von seiner bewegten Geschichte, seinen verschiedenen Erweiterungen und den vielen Stadtbränden, die er erleiden musste. Während die Wände im vorderen Bereich hauptsächlich weiß sind und hier und da Farbreste zu erkennen lassen, ist der Altarraum ganz ausgemalt. Im oberen Teil greifen zwei Gemälde wichtige kirchengeschichtliche Ereignisse auf: Christianisierung und Reformation in Finnland. Darunter sind Stationen aus dem Leben Jesu abgebildet.

Gemälde im Altarbereich

Gemälde im Altarbereich

Kurz nach diesem ersten Eindruck und Einblick kommt plötzlich eine große Gruppe Touristen. Wir erkunden daher zunächst die Seitenkapellen. Sie sind ganz unterschiedliche gestaltet. Zum Beispiel hebt sich in einer ganz im Gegensatz zum Altarraum sanft und ornamental die rote Farbe von den sonst dunkelweißen Wänden ab.

Seitenschiff

Seitenkapelle

Wir beschließen, das kleine Dommuseum zu besichtigen, das auf einer der beiden Emporen eingerichtet ist, und hoffen, dass danach wieder mehr Ruhe in der Kirche eingekehrt ist. Die kleine Sammlung zeigt die Gegenstände, welche die wechselvolle Geschichte des Doms überstanden haben. In zwei Modellen sieht man, wie sich die ursprüngliche mittelalterliche Kirche zur jetzigen Gestalt verändert hat.

im Vordergrund: der Dom heute, im Hintergrund: der Dom im Mittelalter

im Vordergrund: der Dom heute – im Hintergrund: der Dom im Mittelalter

Es ist ein Sammelsurium unterschiedlicher Dinge von Abendmahlsutensilien über Türgriffe, Kandelaber und Trauerstäben bis hin zu verschiedenen liturgischen Gewändern. Als besonders interessant gestaltet fällt mir ein textil verzierte Schachtel zur Aufbewahrung von Hostienteller und Kelchtuch auf.

Hostien (jh.)

Bursa (Ende 15. Jahrhundert)

Jetzt ist unten im Dom wieder Ruhe eingekehrt. So kehren wir noch einmal zurück, lassen den Raum wirken, hängen unseren Gedanken nach. Dann ist es Zeit zu gehen, die Vierbeiner würden Turku auch gerne erkunden und eine Schnüffeltour durch unternehmen.

Blick zurück zum Kirchturm

Blick zurück zum Kirchturm

unknown worlds

Nach zwei Tagen nordkarelischer Natur ist unser Interesse an diesem Landstrich endgültig geweckt und wir steuern das Carelicum, das Zentrum für nordkarelische Kultur, in Joensuu an. Hier gibt es unter anderem ein Museum, das die Besucher mitnimmt auf die verschlungenen Wege Nordkareliens.

im Carelicum

im Carelicum

Es sind keine leichten Wege, auf die wir hier mitgenommen werden. Wir lernen einen Volksstamm kennen, der der Natur so einiges abtrotzten musste und unentwegt zwischen Großmächten hin und her geworfen wurde. Das Museum arbeitet nicht nur mit geschriebenen Informationen, sondern versucht alle Sinne anzusprechen und Emotionen zu wecken. So gibt es Videomaterial, gesprochene Zeitzeugenberichte (- auf Finnisch), Musik zum Anhören. Als ich später die Fotos sortiere, fällt mir auf: Zur Wirkung trägt auch viel die hier ausgestellte Kleidung bei.

traditionelle Kleidung

traditionelle Frauenkleidung

liturgische Gewänder der orthodoxen Kirche

liturgische Gewänder der orthodoxen Kirche

Outfit passend zum Ilosaari Rockmusikfestival

Outfit passend zum Ilosaari Rockmusikfestival

Am nächsten Morgen erwachen wir dann nicht im Schlafsack auf Isomatten, sondern in Bettdecken und auf bequemer Matratze. Der Platzbetreiber hatte uns ein gutes Angebot gemacht und so hatten wir uns am Abend gegen einen bloßen Stellplatz und für das Apartment entschieden. Nach vielen Wochen haben wir so ein Sofa und eine richtige Küche nur für uns. Das Highlight des Abends war aber die Sauna: Wellness nach zwei Tagen Wildnis.

Nun wollen wir unbedingt mehr Einblick in die orthodoxe Kirche in Finnland bekommen. Der Besuch in der Kathedrale in Kuopio und im Carelicum haben unsere Neugier noch nicht gestillt, sondern gerade erst geweckt. Wir steuern das Kloster Uusi Vasamo an, wo wir von Hinweisschildern zur richtigen Kleidung und dem richtigen Verhalten, sowie den Gästegebäuden empfangen werden. Dann treten wir in den eigentlichen Klosterbereich an. Ruhe herrscht hier – selbst im Servicezentrum, das wir zunächst aufsuchen um nähere Info zu finden.

Hauptkirche des Valamo Klosters

Hauptkirche des Valamo Klosters

Dieheiligen Gründer des Klosters: Sergij und Herman

Die heiligen Gründer des Klosters: Sergij und Herman

Wir beginnen unseren Rundgang beim Herzstück des Klosters – der Hauptkirche im nordisch-byzantinischen Baustil. Als wir sie betreten, empfängt uns in einem Vorraum ein Ständer mit einem Infohefter, der kurz in die orthodoxe Welt einführt und sowohl das Verhalten in der Kirche und während eines Gottesdienstes, als auch die Ikonen in der Kirche näher erläutert. Dann treten wir ein.

in der Kirche

in der Klosterkirche

Nachdem wir den Raum, seine vielen Bilder und die dadurch seltsam bewegte Stille länger auf uns haben wirken lassen, erkunden wir die restliche Klosteranlage. Eine besondere Stimmung liegt auf ihr. Unser Weg führt uns vorbei an der ehemaligen Kirche, die allerdings verschlossen ist, zu einem Bootsanleger. Eine kleine, hölzerne Kapelle empfängt hier die Besucher.

Kapelle des Heiligen Nikolaus

Kapelle des Heiligen Nikolaus

die MS Sergei - natürlich darf auch hier eine Ikone nicht fehlen

die MS Sergei – natürlich darf auch hier eine Ikone nicht fehlen

Um das Klosterareal erkundet zu haben, dürfen wir natürlich das Café-Restaurant nicht auslassen. Also kehren wir ein. Die Räumlichkeiten fügen sich in der inneren Gestaltung gut in das Kloster-Ensemble ein. Auch hier wirkt alles etwas leiser als sonst.

Kaffee im Café-Restaurant Trapesa

Kaffee im Café-Restaurant Trapesa

Nun verlassen wir das Kloster wieder und fahren den Friedhof an, der auf der anderen Seite des Sees liegt. Der Waldfriedhof ist von Holzbaukunst geprägt. Die dem Heiligen Herman von Alaska geweihte Kapelle, die meisten Grabmale, die Überdachung eines Brunnens – alles ist aus Holz. So fügt sich der Friedhof nahtlos in den ihn umgebenden Wald ein.

Friedhof

Friedhof

Sámi Culture

Nachdem wir am Vormittag die letzten Reste der Trekkingtour wieder verräumt haben, machen wir uns auf nach Inari um das Siida Sámi-Museum und Naturzentrum zu besuchen. Das Gebäude ist sehr modern und zeigt zur Dauerausstellung je auch wechselnde Ausstellungen. Wir laufen über eine schräge Treppe vorbei an verschiedensten Sámi-Puppen in unterschiedlichen Trachten. Dann führt ein Raum in die Grundzüge der samischen Kultur ein und ordnet die geschichtliche Entwicklung der Samen in Kontext der weiteren Geschichte und der Veränderungen der Natur ein.

Bild eines englischen Missionars über die Kultur der Samen

Bild eines englischen Missionars über die Kultur der Samen

In einem zweiten größeren, viereckigen Raum befindet sich quasi zwei Ausstellungen in einem. Wenn man den äußeren Gang entlang läuft, kann man das Leben der Flora und Fauna im hohen Norden im Laufe eines Jahres nachverfolgen. Wenn man dann in das mittlere Viereck tritt, wird die Lebensweise der Samen näher dargestellt. So zeigt sich gut die Wechselwirkung zwischen Natur und Urvolk.

Ausstellung im Siida Sámi-Museum

Ausstellung im Siida Sámi-Museum

Eine zeitweilige Ausstellung zeigt Design und Kunsthandwerk aus der Region. Still schauen einen die Objekte an. Still wie die Weite der Landschaft – laut einem an der Wand geschriebenem Zitat .

Design

Design

Nachdem wir im Außengelände Behausungen halbnomadisch und nomadisch lebender Samen, sowie einige Wildfallen besichtigt haben, durchstöbern wir den gut sortierten Museums-Shop und können zwischen dem beliebtesten Motiv, dem Rentier, den ein oder anderen Lapinporokoira hier entdecken.

Lapinporokoira Gadgets

Lapinporokoira Gadgets

Auch vor dem Museum werden wir als Lapinporokoira-Liebhaber fündig: In Metall gegossen steht er hier als stolze Statue. Natürlich muss Chili hier mit ihrem neuen Freund posieren.

Chili vor Lapinporokoira-Statue

Chili vor Lapinporokoira-Statue

a touch of gold

Wir erwachen direkt am Alta River und während wir noch müde blinzeln, scheint uns die Sonne entgegen. Das bedeutet, die Wanderung, die wir bisher mit einem kleinen Fragezeichen versehen hatten, wird in Angriff genommen. Aber erstmal Dinge sortieren und dann vom Cmapingplatz wieder in die Stadt fahren. So ein Nordtrip wäre ja langweilig, ohne die Besichtigung von VW-Autohäusern. Und da unser T4 vor zwei Jahren ein finnisches VW-Autohaus kennengelernt hat, würde er gerner mal Bekanntschaft mit einem norwegischen machen. Der Aufenthalt gestaltet sich aber recht kurz. Die kaputte Batterie wird uns bestätigt und getauscht. Dann können wir wieder mit Tourismus weitermachen und steuern die Norlichtkathedrale an, die uns schon am Vortag ins Auge gefallen war und uns neugierig gemacht hat.

Nordlyskathedrale in Alta

Nordlyskathedrale in Alta

Die 2013 fertiggestellte Kirche ist äußerst modern, aber trotzdem sehr ansprechend gestaltet. Die Farben Gold und Blau und Eichenholz prägen den Innenraum. Mit Stäben wurden Nordlichter angedeutet und mit LED’s hinterlegt. Nach meinem Empfinden aber alles stilvoll. Die Architektonik geht auf. Ein sehr heller und leuchtender Raum, der himmelwärts zieht. Und so ist nicht nur der Christus stark zum Himmel gewandt: Im Lichtturm, an dessen Außenseite 12 goldene Bilder für die 12 Apostel hängen, ist die Jakobs-Leiter dargestellt.

Altarraum

Altarraum

Lichtturm, Außenseite

Lichtturm, Außenseite

Nach der Kirchenbesichtigung steuern wir dann zügig den Ausgangspunkt für unsere Wanderung an. Der Aufenthalt im Autohaus hat eben doch etwas Zeit gekostet. Wir verlassen Alta in südlicher Richtung, passieren eine Hütte und fahren dann noch ein gutes Stück auf einem Schotterweg entlang. Dann sind wir an Ausgangsparkplatz angekommen. Der Weg zum Alta Canyon ist zwar nicht markiert, aber da es keinen anderen gibt, nicht zu übersehen. Kaum sind wir losgelaufen, nimmt uns die wilde Weite Lapplands in Beschlag.

Weite

Weite

Die nachmittägliche Sonne lässt die herbstliche Stimmung golden erstrahlen. Die Natur wirkt auf mich oft wie eine (minimalistisch) gemalte Landschaft. Ein paar horizontale Pinselstriche in Blautönen und dahinter Senkrechte zunächst in grün, dann in rot, übergehend in Orange und einen Hauch Gold. Wir kommen zu einem kleinen See.

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Ein See wie ein Gemälde

Auf dem Weg will so mancher Morast durchwatet und so mancher Fluss durchschritten werden. Die Planken, die einem dabei anfänglich noch halfen, sind schnell passé. Jetzt hilft nur noch: Einfach durch.

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Trotzdem sind wir flott unterwegs und kommen zügig voran. Nach 1,5 Stunden haben wir die 8km zwischen Parkplatz und Canyon fast ganz hinter uns gelassen und wir können einen ersten Blick auf den Fluss-Canyon werfen, der sich schon länger in der Ferne abzeichnete.

Alta-Canyon

Alta-Canyon

Nur noch ein kleiner Abstieg und keine fünf Minuten später stehen wir an einem Aussichtspunkt in den Canyon. Atemberaubend schlängelt sich hier den Fluss in 500m Tiefe durch das in den Farben des „indian summer“ schimmernde Tal.

Alta-Canyon

Alta-Canyon

Dann treten wir den Rückweg an. Die abendlicher gewordene Sonne bricht immernoch hier und da durch die Wolken, sie meint es ganz gut mit uns. Und da sie sich in der selben Richtung befindet wie der Parkplatz, laufen wir nicht nur ihm, sondern auch der Sonne entgegen. Hinter uns flimmert der Horizont eingekeilt zwischen Bergen und Wolkendecke in einem sanften Gelbstreifen mit unwirklich blauem Blau darüber.

Horizont

Horizont

stone carvings

Nach einer wolkenverhangenen und wegen Baustellen holprigen Fahrt kommen wir um die Mittagszeit im Alta Museum an. Da die Ausstellung im Inneren um 15.00 schließt, der Freilichtteil jedoch länger geöffnet hat, schauen wir zuerst den inneren Ausstellungsteil an. Zunächst führt die Ausstellung in die Felszeichnungen ein, die am Außenbereich besichtigt werden können, und zeigt, wie die Menschen in der Steinzeit gelebt haben könnten. Wir erfahren, dass die Zeichnungen in vier verschiedene Episoden eingeteilt werden können und etwa zwischen 2000 und 6500 Jahre alt sind. Dann geht es durch ein Sammelsurium an Exponaten über die Kultur in die Region: Nordlichter – Widerstandsbewegung gegen ein geplantes Kraftweg – Silber- und Schmuckschätze – die samische Religion und vieles mehr.

Ausstellungsteil zu den Felszeichnungen

Ausstellungsteil zu den Felszeichnungen

Nachdem wir uns mit einem heißen Eintopf gegen das Schietwetter gerüstet haben, ziehen wir dann los zum Außenteil. Der Pfad verläuft auf einem Steg an den Felsen vorbei und beschreibt einen Bogen in östlicher und einen in westlicher Richtung. Er verläuft meist auf einem Holzsteg – so ist klar markiert, wo Besucher laufen dürfen und wo nicht. Wir beginnen an der Westküste und damit mit den Felsmalereien, die mit roter Farbe nachgezeichnet sind. So sind sie leicht zu erkennen.

Bärenjagd und Rentiereinzäunung

Bärenjagd und Rentiereinzäunung

In einem Begleitbuch können wir viel zu den Zeichnungen erfahren. Vieles ist fraglich. So ist zum Beispiel nicht ganz klar, warum diese Zeichnungen angebracht wurden. War es ein religiöser Zweck? Oder eine Art Sprache, ja, Geschichten? Oder doch einfach „Kunst“? So oder so geben die Zeichnungen Einblick in das Leben vor vielen tausenden von Jahren. Die Geschichten, die sie erzählen bleiben der eigenen Fantasie überlassen.

Boot

Boot (Logo des Museums), Mensch mit Elchkopfstab, Rentierherde

Rentiere spielen hier eine sehr wichtige Rolle. Aber auch Elche sind ein häufiges Motiv. Sie wurden wohl als Verbindung zwischen Land und Wasser gesehen, da sie sich als Landtiere gerne im Wasser aufhalten. Dann folgen Bären und hier und da ein Fisch, von denen der Heilbutt am meisten dargestellt wird. Natürlich sind auch einige Menschen dargestellt. Unbelebtes ist eher selten abgebildet. Eine Ausnahme stellen Boote dar.

Boot mit Drachenkopf

Boot mit Drachenkopf

Dann haben wir den Westteil besichtigt und laufen zur östlichen Bucht hinüber. Jetzt sind unsere Augen gefragt. Das Begeitbuch hilft bei der Orientierung: Hier sind alle Zeichnungen abgebildet, das hilft beim (Wieder-)Erkennen auf dem Stein. Einzelne Zeichnungen sind klar erkennbar und so findet man dann auch die meisten der nicht so schnell zu sehenden Abbildungen.

Rentier - und was noch?

Rentier – und was noch?

Man muss sich Zeit lassen, dann trennen sich die alterungs- und witterungsbedingten Striche von den Zeichnungen und man erkennt immer mehr. So ist zum Beispiel bei einem Stein, der fast schon ein Wimmelbild darstellt, eine Art Hund auszumachen. Vielleicht ist es aber doch auch ein Polarfuchs. Die Wissenschaftler sind sich da nicht so sicher.

Hund oder Polarfuchs?

Hund oder Polarfuchs? – das Tier mir spitzer Schnauze, spitzen Ohren und spitzem, buschigen Schwanz

So endet unsere Reise in eine längst vergangene Welt mit vielen Fragezeichen, Eindrücken und Bildern und Ideen im Kopf, was, wie gewesen sein könnte.

a touch of copper

Einer der letzten freien Tage steht an. Trotz nicht gerade prickelnder Wetterprognose (8 Grad bei gänzlich bedecktem Himmel) haben wir uns noch am Vorabend auf den Weg Richtung Røros gemacht. Die Stadt steht mit einigen angrenzenden Gebieten auf der UNESCO Weltkulturerbeliste und wird spannend beschrieben. „Märchenhaftes Røros“ heißt es beispielsweise in einem Reiseführer. Außerdem soll es hier viele regionale Produkte, gerade auch ökologisch angebaut, und gutes lokal gebrautes Bier geben. Das weckt die Neugier. So wirklich verlassen konnten wir uns auf den Wetterbericht hier ja eigentlich sowieso nie.
Der Tag beginnt auf einem Parkplatz ein Stück hinter Tynset vielversprechend: Im angrenzenden Waldstückchen entdecke ich Himbeeren. Sie versüßen uns das Frühstücksmüsli. Anschließend fahren wir noch das letzte Stück nach Røros und können schon von Weitem die riesige Kirche sehen. In der Stadt angekommen, steigen wir bei guten 15 Grad und wolkenbeflecktem Himmel aus. Das Wetter ist traumhaft um ein Städtchen zu besichtigen.

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Straße in Røros

Wir schlendern durch die alten, bunten Holzhäuschen. Butiken und Kunsthandwerk wechseln sich ab. Oft wird Kaffee angeboten. Wir erkunden eine Töpferei und sind erstaunt über die Preise, dachten wir doch, uns einigermaßen an das norwegische Preisniveau gewöhnt zu haben.

Eingang zur Töpferei in

Eingang zur Töpferei in Røros

Wir ziehen weiter durch das hübsche, alte Städtchen und lassen uns von einer Café-Galerie einladen. Als wir es betreten, müssen wir die Köpfe einziehen. Niedrig ist es hier, aber so gemütlich. Einige Bilder gefallen uns auch wirklich gut. Mit unserem Kaffee setzen wir uns in den Hinterhof an einen Tisch mit roter, weiß gepunkteter Tischdecke und Blick auf die Kirche.

Blick zur Kirche vom Hinterhof des Galeri-Cafés

Blick zur Kirche vom Hinterhof des Galeri-Cafés

Irgendwann ist der Kaffee leer, es zieht uns weiter. Wir gelangen an die Smelthytta, in der ein Museum eingerichtet ist. Außerdem finden wir Infos über die weiteren Angebote, um den ehemaligen Bergwerksbetrieb kennenzulernen.

An der Smelthytta

An der Smelthytta

Für eine Besichtigung der Olavsgruve scheinen wir zu spät dran zu sein, man hätte sich wohl telefonisch voranmelden müssen. Also doch nur das Museum hier direkt im Ort. Bevor wir es jedoch betreten, muss ich ein Bild von dem gegenüberliegenden Gebäudeensemble machen. Laut Reiseführer ist es das klassische Røros-Motiv.

Blick auf Røros

Blick auf Røros

Im Museuem erfahren wir, dass die telefonische Voranmeldung nur in der Hauptsaison nötig ist. Wir können also doch beides besichtigen und lösen ein Kombiticket. Die Ausstellung in der Hütte ist sehr ansprechend gestaltet: Viele gezeichnete Bilder, Holzmodelle mit Figuren und einige Überreste aus den Zeiten des Bergbaus veranschaulichen, wie aufwändig das Kupfer aus dem Berg gewonnen wurde. Dazu erklärt uns der deutsche Audioguide, was wir sehen.

Im Smelthytta-Museum

Im Smelthytta-Museum

Dann ist es Zeit, dass wir uns zur Olavsgruve aufmachen. Wir sollten pünktlich zur Führung dort sein. Die Führerin macht ihre Sache sehr gut. Zunächst erzählt sie einen kurzen Abriss zur Geschichte der Mine, dann erklärt sie ausführlich anhand einer Karte wo wir unterirdisch entlang gehen werden. Auch auf die Sicherheit wird hier sehr geachtet: Ohne Helm kommt niemand in die Grube.

Eingang zur Olavsgruve

Eingang zur Olavsgruve

Die Grube entführt uns in die Zeiten des Bergbaus von 1650 bis zum Ende in den 1970er Jahren. Wir passieren alte Stollen, in denen der Stein mittels Feuer zum Bersten gebracht und mit Ponys abtransportiert wurde. Dann kommen wir in den 1930ern an um schließlich in einer Art großen Halle direkt mit das Ende des Bergbaus in Norwegen in den 70ern genommen zu werden. Die Grube ist nicht aufgeräumt, es wirkt nach einer Art plötzlichem Aufbruch.

größte "Halle" auf dem Weg durch die Grube

größte „Halle“ auf dem Weg durch die Grube

Unsere Führerin klärt uns auf: Da der Kupferpreis sank, sollte zunächst mit Zink Geld gewonnen werden, um die Grube wieder in Betrieb zu nehmen, wenn der Kupferpreis wieder anzieht. Dies war aber nie der Fall. Zur Wiederinbetriebnahme hätte es staatlicher Fördergelder bedurft, doch der durch Öl zu Reichtum gekommene Staat war daran nicht interessiert. Auf unserem Rückweg können wir alles nochmal ganz genau besichtigen und ich halte den ein oder anderen Eindruck mit der Kamera fest.

oxidiertes Kupfer an dern Wänden

oxidiertes Kupfer an dern Wänden

Wieder über der Erde angekommen, wollen wir das Gelände weiter erkunden und dabei die Hunde ausführen. Gut, wenn sich das so gut kombinieren lässt, wie wir auf einer Karte feststellen: Ein 6,5 km langer Rundweg lädt ab der Grube zum Entdecken ein. Naja, Rundweg, eigentlich ist beschreibt der Weg ein Dreieck.

Ausschnitt aus der Info-Karten zu möglichen Wegen

Ausschnitt aus der Info-Karten zu möglichen Wegen

Wir laufen also von der Olavsgruve zum Grubengebiet Storwartz, das sich in in einen unteren Teil (Nedre Storwartz) und einen oberen Teil (Øvre Storwartz) trennt. Auf unserem Weg kommen wir durch Berge abgetragener, für wertlos befundener Steine und auch durch große Sandfelder.

Richtung Storwartz

Grubengebiet Storwartz

Das Gebiet um Storwartz kann man mit QR-Codes erkunden. Man wird auf Internetseiten geführt, die einem erklären, wovor man gerade steht. Alles liegt verlassen da, aber eben nicht aufgeräumt. Man sieht und spürt, dass hier der Kupferabbau eigentlich nur vorrübergehend ausgesetzt werden sollte. Eine besondere Stimmung. Dann biegt der Weg ab und es geht mehr durch die Natur, an einem See entlang. Ganz ruhig liegt er in der Windstille da.

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Der See Klettjønna

Zum Abschluss führt uns der Weg noch auf eine Anhöhe, von der aus wir einen guten Ausblick über das Gebiet haben. Es ist allerdings kühl mittlerweile, das vom Wetterbericht angekündigte Wetter ist dann doch noch gekommen. So bleiben wir nur kurz stehen.

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Blick über das Grubengebiet Storwartz und darüber hinaus

Ein eindrücklicher Tag neigt sich dem Ende zu. Ich hätte nicht gedacht, dass die Geschichte des Bergbaus so interessant sein kann. Wir lassen den Tag gemütlich in einer Bar bei einem Porter aus Røros ausklingen. Er war wirklich ein bisschen märchenhaft und das Wetter ganz anders als erwartet.

 

experiences in the sheep land

Ein freier Tag steht vor der Tür, wir wollen es gemütlich angehen lassen. Das Schwimmbad in Oppdal lockt und so wollen wir einfach die Gegend um Oppdal etwas erkunden und dort ins Schwimmbad gehen. Wir fahren vormittags bei Sonnenschein los und erreichen nach einer knappen halben Stunde Fahrt unseren ersten Stop: Magalaupet. Hier soll die Driva eindrücklich die Felsen mit ihrer Wasserkraft bearbeitet haben. Wir steigen also aus und laufen ein paar Meter, dann stehen wir auch schon auf dem Felsen, durch den sich die Driva schlängelt. Neben uns geht es drei bis vier Meter in die Tiefe. Schwindelfrei sollte man hier schon sein.

Blick in die Tiefe

Blick in die Tiefe

Wir laufen etwas auf den Felsen herum, um einen besseren Eindruck davon zu bekommen, wie das Wasser hier gearbeitet hat und immer noch arbeitet. Mit lautem Getöse prallt es auf dem Stein auf und schlängelt sich dann seinen Weg durch die selbst erschaffene Felsspalte.

Wo sich die Driva in die Felsspalte schlängelt

Wo sich die Driva in die Felsspalte schlängelt

Dann fahren wir weiter. Die Hunde wollen ja auch ihre Bewegung bekommen. Wir müssen allerdings feststellen: Für den Weg, den ich ins Auge gefasst habe, müssten wir einen „Bomveg“ bezahlen. Und 60NOK für etwa 2km Fahrt zu einem Parkplatz und dann nur 1,5 Stunden laufen – das sehen wir gerade nicht ein. Wir kehren also inmitten von blökenden Schafen um, und gehen erstmal einkaufen. Im Supermarkt stellen wir uns Salate zusammen. Mit denen im Gepäck wollen wir zur Kirche fahren, um dort zu rasten, mit den Hunden zu laufen, die Kirche zu besichtigen. Doch auf unserem Weg Richtung Kirche, lässt uns ein Schild vom Weg abbiegen: Es scheint zu einem Grabfeld zu leiten und wir können auch einen Picknicktisch entdecken. Perfekt für eine Rast. Wir stellen fest, dass das „Gravfeltet Vang“ ein großes Gebiet mit Funden alter Steingräber aus unterschiedlichen, aber sehr weit zurückliegenden Epochen ist, und beschließen unseren Spaziergang dorthin zu verlagern. Sanft erheben sich die Hügel in unterschiedlicher Gestalt. Viele sind von Gras und Bäumen bewachsen.

Im Gravfeltet Vang

Im Gravfeltet Vang

Aber es heben sich auch immer wieder einige große, moosbewachsene Steine von den sanften Hügeln ab. Manche scheinen in einem Kreis angeordnet. Manche scheinen wahllos herumzuliegen. Manche sind groß, andere wiederum klein.

Steine

Steine

Die Sonne wirft durch die Bäume ein hübsches Lichtspiel auf das Gras. Ein paar Zweige knacken und zwischen den Steinen fallen immer wieder Bäume auf, die etwas anders wachsen als normal. So etwa ein mehrfache in sich verschlungene Birke.

verschlungene Birke

verschlungene Birke

Immer wieder kommen wir an Informationstafeln vorbei. Sie sind norwegisch und englisch, so dass wir sie verstehen können. Es sind Funde abgebildet, die hier in den Gräbern gemacht wurden, und es wird erklärt, welche Schlüsse die Forscher aus den Funden ziehen. Leider war es wohl einmal Mode, sich in diesem weitläufigen Feld als Sammler alter Grabbeigaben zu betätigen (man könnte auch Grabräubern sagen). Daher sind die Funde begrenzt. Trotzdem ergeben sich spannende Einblicke in die Kultur damals.

eine Hinweistafel

eine Hinweistafel

Bei dieser wunderbaren Lichtstimmung kann ich es natürlich nicht lassen und setze auch die Hunde dekorativ vor die Linse.

Hunde im Gegenlicht

Hunde im Gegenlicht

Dann kommen wir wieder am Ausgangspunkt an. Ein wunderschöner Spaziergang liegt hinter uns. Wir setzen nun also unseren Weg Richtung Kirche fort. Sie ist offen – wie schön. In Norwegen ist das ja nicht sehr häufig.

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Kirche, Oppdal

Neben einem Gästebuch steht ein Tontopf mit Bibelversen zum sich selbst zulosen. Eine nette Idee. Ich ziehe auch einen Spruch (2Kor 5,15), aber verstehe nur Bruchstücke. Zu Hause will ich den Vers nachschlagen.

Lostopf mit Bibelversen

Lostopf mit Bibelversen

Wir betreten die Kirche. Uns fällt auf, dass sie in einer ausladenden Kreuzform gebaut. Das war bei den Kirchen, die wir bisher besichtigt haben, nicht so. Wir setzen uns und lassen die Kirche auf uns wirken. Wieder einmal fällt uns die unterschiedliche Wirkung von Holz im Gegensatz zu dem aus Deutschland gewohnten Stein auf: Auf uns wirkt Holz einladender und freundlicher.

Innenansicht, Kirche Oppdal

Innenansicht, Kirche Oppdal

Die Neugier lässt mich eine Tür gegenüber dem Kirchenraum öffnen und es zeigt sich ein kleiner Nebenraum mit alten Heiligen-Malereien an der Wand. Sie machen einen ganz besonderen Eindruck auf mich.

Heiligengemälde im Nebenraum

Heiligengemälde im Nebenraum

Während ich da stehe und über diese halb verfallenen Heiligenbilder nachdenke, bewundert Herr Zweibein die ausgefeilte Konstruktion des Türschlosses.

Türschloss

Türschloss

Nun ist es Zeit für das Bad. Es ist klein, aber hat alles, was man braucht. Im 25m Sportbecken können wir ungestört unsere Runden ziehen und danach in Whirlpool und Sauna relaxen. Sauna – das ist hier eine Kabine direkt gegenüber des Kinderplanschbeckens. Man setzt sich einfach mit Badekleidung rein und duscht sich eben ab, bevor man weiter badet. Auch eine interessante Variante. Nachdem wir uns ausgiebig erfrischt haben, lassen wir den Tag etwas abseits des Ortes an einem See ausklingen. Während wir im Bus sitzen und alle Türen offen stehen, kommt ein Schaf vorbei und streckt seinen Kopf durch die Fahrertür. Dann testet es, ob die Verkleidung der Tür wohl essbar wäre. Willkommen im Land der Schafe (bei knapp 7.000 Einwohnern leben 45.000 Schafe hier in der Oppdal kommune).

old wooden houses

Wir müssen Kekse für die Kirche kaufen, denn diese gehen dort zur Neige. Da es uns in Folldal an der alten Miene gut gefallen hatte, beschließen wir am Vorabend dort hinzufahren und Einkauf und Ausflug zu verbinden. Für Kekse ist es ja nicht wichtig, wie breit das Supermarktangebot ist. Bei schönem Sonnenschein fahren wir los, den Gammelelva entlang. Nach getanem Einkauf wollen wir alte Häuser besichtigen, von denen es hier eine kleine Sammlung geben soll. Doch erstmal schickt uns Googlemaps in die falsche Richtung. Das bemerken wir, als wir an einem zahlpflichtigen Weg stehen und kehren wieder um. Dann sind wir bei der Sammlung angekommen. Ganz ruhig ist es hier. Die Sammlung liegt abgelegen. Ein paar neuere Höfe stehen in einiger Entfernung. Außer uns ist niemand hier.

Am richtigen Punkt angekommen

Am richtigen Punkt angekommen

Die Schilder sind leider rein auf Norwegisch, daher verstehen wir nicht so viel. Aber die Schilder sind gut bebildert und so bekommt man mit Wortbruchstücken und Bildern doch ein bisschen einen Einblick in das Leben im Bergtal zu der Zeit, zu der die Häuser genutzt wurden. Auf einem Schild untern finden wir auch eine Skizze der Häuseranordnung. Es wird erklärt, woher die einzelnen Häuser kommen, die hier gesammelt sind.

Übersicht über die Häusersammlung

Übersicht über die Häusersammlung Oppigard-Streitlien

Dann betreten wir das Gelände. Doch bevor wir uns an die Erkundung der Häuschen machen, genießen wir den Blick auf die Berge des Rondane-Nationalparks.

Scheune mit Nationalpark Ronde im Hintergrund

Scheune mit Nationalpark Rondane im Hintergrund

Die meisten Häuser sind abgeschlossen, aber es gibt trotzdem einiges zu erkunden. So kann man das Tor zur alten Getreidemühle öffnen und sie betreten oder durch die Fenster der Häuser lugen. Bei dem größten Haus (Holenstugu) führt eine enge, knarzige Außentreppe auf einen Balkon.

Fassadendetail

Fassadendetail

Von dem Balkon hat man eine schöne Sicht auf den Platz vor dem Haus. Rechts blicken wir das Lebensmittelspeicherhaus mit Glockenturm und links von uns liegt die Kjøllhaugstua. Manchmal finden hier Kulturveranstaltungen statt. Daher stehen Bänke abwartend auf dem kleinen Platz.

Stabbur mit Glockenturm

Stabbur mit Glockenturm

Kjøllhaugstua

Das alte Holz zaubert eine ganz besondere Atmosphäre und die Sonne unterstützt es dabei. Viele Hauseingänge sind mit verdrehten Ästen oder besonderen Verschlägen verziert. Oder die Gestaltung des Holzes selbst ist es, die ihren ganz eigenen Charme hat.

Eingangstür

Eingangstür Korsvollstugu

Bei einem Haus steige ich auf das Steinfundament, um durch ein etwas erhöhtes Fenster zu schauen. Dabei fällt mir auf, dass in dem Fenster eigentlich keine Spieglungen sind. So reicht mir Herr Zweibein meine Kamera und stützt mich dann so ab, dass ich mich nicht festhalten muss, sondern die Hände für die Kamera habe. So schaffen wir es in Teamwork sogar auch die liebevolle Inneneinrichtung mit dem bunt bestrichenen Holz in diesen Häuschen festzuhalten.

Einrichtung

Einrichtung Ryenstua

Wir erkunden noch ein altes Toilettenhäuschen, Heulager und Stallungen. Dann ist unsere kleine Entdeckertour über das Gelände auch schon vorbei und wir schauen nochmal zurück auf die Häuschen.

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Blick auf den rechten Teil der Häusersammlung

Auf dem Hinweg zu der Sammlung kamen wir an einem Picknickplatz vorbei. Den steuern wir jetzt an. Eigentlich wollen wir gerne nach dem Picknick dort eine Runde laufen, doch noch während wir unsere Brote belegen und genießen, ziehen sich Wolken vor die Sonne und Wind kommt auf. Da der Himmel aber ein Flickenteppich aus Wolkenweiß und strahlendem Blau ist, beschließen wir, lieber an einem anderen, sonnenbeschieneneren Ort spazieren zu gehen.

bewachtes Picknicken

bewachtes Picknicken