from the mountains to the fjords

ZWir verlassen sonntagabends unser Domizil in den Bergen und fahren Richtung Trondheim. Die Abendstimung meint es gut mit uns: Während sich die Bergketten in verschiedenen Blautönen am Horizont verlaufen, malt die sozusagen untergegangene Sonne orange-goldene und rosa-lilane Streifen an den Himmel. Über dem Fluss haängen vereinzelte Nebelfetzen. Während wir uns Trondheim nähern, werden die Täler tiefer, das Wetter nebliger. Man muss sich auf der Straße immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass man sich auf dem Hauptweg zwischen Norwegens größter und drittgrößter Stadt befindet. Da die Dämmerstimmung nicht endet, verliert man ein wenig das Zeitgefühl.

Am nächsten Tag in Trondheim angekommen, lernen wir ein bisschen die Stadt kennen, bummeln durch ein paar Läden und zur Touriinfo, essen lecker Salat und Vegi-Burger bei einem alternativen Imbiss und trinken dabei Wasser aus alten Einmachgläsern. Kurz: Wir genießen das Flair der Stadt. Dann besorgen wir Nachschub für Hundefutter. Wir brauchen recht lange für eine Entscheidung. Weil die Hunde so viel im Auto warten mussten, verwöhnen wir sie mit einsr kleinen Erfrischung: Hundeeis mit Käse- und Lachsgeschmack.

Hundeeis gibt es auch in Norwegen

Hundeeis gibt es auch in Norwegen

Dann fahren wir ein bisschen aus dem Stadtgebiet raus um einen schönen Spaziergang zu genießen. Die überhängenden Klippen, die es laut Trondheimguide Internetseite hier geben soll, finden wir allerdings nicht. Trotzdem gibt es schöne Natur auf dem Skogsti (Waldpfad) zu erkunden und es ist auch der ein oder andere Blick über Trondheim zu erhaschen – leider ergeben diese Blicke aber keine schöne Fotoperspektive.

Natur am Skogsti

Natur am Skogsti

Natur am Skogsti

Natur am Skogsti

Wir fahren zurück in die Innenstadt für ein bisschen Sightseeing. Nachdem wir die kostenlose Wohnmobilplätze in Trondheim gefunden, aber für uns als ungünstig bewertet haben, parken wir in der Altstadt im Schatten. Die Parkgebühren sind hier echt nicht günstig, aber immerhin steht das Auto gut. Wir umrunden den Nidarosdom. Er schließt gerade, eine Besichtigung würde nicht mehr lohnen.

Seitentür am Nidarosdom

Seitentür am Nidarosdom

Daher unternehmen wir mit den Hunden einen netten Abendspaziergang durch die Altstadt Trondheims. Zunächst laufen wir zum Hafengebiet und genießen das maritime Flair von Segelbooten und Leuchtturm. Der Blick auf die vorgelagerte Insel Munkholmen – einst Klosterinsel, dann zur Festung ausgebaut und heute beliebter Badeplatz – gibt dem Ganzen das besondere Etwas.

maritime Stimmung in Trondheim

maritime Stimmung in Trondheim

Wir laufen über eine Brücke auf den St. Olofs pir. Dabei können wir neben uns die Skansenbrücke, eine Klappbrücke aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts bewundern. Der Pir ist sehr schön und auch etwas kreativ anelegt. Es lässt sich gut flanieren, die Abendsonne und die Meerluft genießen.

Skansenbrücke

Skansenbrücke am Kanal

Auf dem St Olofs pir

Auf dem St Olofs pir

Als wir Richtung Bahnhof abbiegen um zum eigentlichen Stadtteil auf der Halbinsel zurückzukehren, kommen einige Wolken auf und der Himmel zaubert ein wunderbares Licht auf die See.

Lichtstimmung über dem Hafen

Wir schlendern weiter um die Innenstadthalbinsel. Entlang am Kanalhafen und alten, bunten Lagerhäusern aus Holz. Sie stehen auf Holzpfählen, die gerade etwas trotzig aus dem Wasser herauslugen.

Lagerhäuser am Kanalhafen

Dann überqueren wir die nächste Brücke – ja, Trondheim besteht aus vielen Brücken für Fußgänger und vielen Tunneln für Autos – und erhaschen einen Blick über Solsiden. Dann laufen wir weiter am Nidelv entlang. Auch hier drücken sich Holzlagerhäuser auf Stelzen aus dem Fluss heraus.

Lagerhäuser am Flusshafen des Nidelelv, im Hintergrund die gamle bybroen (alte Stadtbrücke)