two lazy days

First lazy day

Wir erwachen an einem See ein paar Kilometer nördlich von Sodankylä. Das Wetter ist bedeckt, doch auf der anderen Seite war dadurch die Nacht mild. Wolken haben ja auch ihr Gutes. Wieder andererseits macht dieser Grauschleier auch im Kopf benebelt. Nun ja, das Wetter ist eben das Wetter. Wir machen uns auf den Weg nach Sodankylä und besuchen dort die alte, lappländische Holzkirche. Sie ist eine der ältesten in Finnland, und wohl die am besten Erhaltenste. Wobei besuchen übertrieben ist. Wir laufen um sie herum, denn für Besucher geöffnet war sie nur bis August.

Holzkirche Sodankylä

Holzkirche Sodankylä

Dann schnappen wir die beiden Vierbeiner und machen uns an den hiesigen Naturpfad. Solche Naturpfade gibt es viele in Finnland. Sie sind praktisch, bieten sie doch immer eine gute Hundespaziergehmöglichkeit. So schlendern wir in herbstlicher Stimmung den Fluss entlang und überlegen, dass wir die nächsten beiden Tage langsam angehen wollen.

Fluss

Am Kitinen entlang

An einer Infotafel fällt uns ein Bild auf: Es zeigt ein samisches Lager mit Rentieren und Hund. Darunter wird über die Entstehung des Ortes Sodankylä aus einer kleinen Samensiedlung zur jetzigen Größe informiert. Der Stil des Bildes kommt uns bekannt vor: Bei unserem letzten Lapplandbesuch hatten wir eine Postkarte mit ähnlichem Motiv gekauft. Beide Bilder sind von dem samischen Künstler Alarissto.

Bild auf einer Infotafel über Sodankylä

Bild auf einer Infotafel über Sodankylä

Zurück am Auto sehen wir, wie die Kirchentür aufgeht und ein finnischer Reisebus sich entleert. Wir mogeln uns unter die Finnen, die deutlich älter sind als wir, aber so können wir doch noch einen Einblick in die Kirche erhaschen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause setzen wir dann unseren Weg nach Rovaniemi fort. Dort erledigen wir einige Besorgungen, dann machen wir uns im Naherholungsgebiet am Hausberg an einen Abendspaziergang. Wir erklimmen einen Aussichtsturm und können über die Lichter der Stadt in der Dämmerung schauen.

Blick über Rovaniemi

Blick über Rovaniemi

Second lazy day

Wir beginnen den Tag an der Arctic Circle Hiking Area etwas nördlich von Rovaniemi – aber nicht mit Wandern, sondern mit Planen. Eigentlich wollten wir in den nächsten Tagen den Bärenpfad erwandern, aber irgendwie werden unsere Planungen nicht rund. Da wir nichts übers Knie brechen wollen, ändern wir unsere Pläne: Wir haben auch andere ansprechende Trails gefunden. Doch zunächst wollen wir in der Hiking Area eine Runde drehen. Über eine große, federnde Hängebrücke gelangen wir auf die andere Flusseite.

Auf einer Hängebrücke in die Hiking Area

Auf einer Hängebrücke in die Hiking Area

Wir kombinieren verschiedene Routenvorschläge und laufen viel durch Mischwald. Immer wieder geht es auch auf Planken über nasse Stellen. Manche sind morschig und rutschig. Gegen Ende unseres Weges entlässt uns der Wald plötzlich in einen großen Sumpf. Hier geht es nur noch auf Planken vorwärts. Unter uns gluckst das Wasser. Eine Hütte steht etwas verloren mitten im gelbem Sumpfgras.

Hütte im Sumpf

Hütte im Sumpf

An der Hütte angekommen erfahren wir auf einer Infotafel: Das Sumpfgras wurde früher geerntet, getrocknet und als Tierfutter verwendet. Die Arbeit, im Sumpf Gras zu mähen, kommt mir unheimlich mühselig vor. Dann ist unsere Runde durch den Sumpf auch schon vorbei und wir kehren auf ähnlichen Wegen wie bisher zu unserem Auto zurück. Wir haben nicht mehr viel vor: Wir werden heute nur noch den nächsten Nationalpark für eine nette Tagesrunde morgen anfahren.

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